Allgemeine Informationen
Studentenverbindungen - Was ist das eigentlich?
Ganz allgemein gesprochen sind Studentenverbindungen, auch Korporationen genannt, nichts anderes als Gruppen von Studenten, die ihre Studienzeit gemeinschaftlich verbringen und die darüber hinaus auch nach dieser Zeit die freundschaftlichen Verbindungen untereinander, aber auch die Kontakte zu den nachfolgenden studierenden Generationen nicht abreißen lassen möchten.
Das Mitgliedsspektrum unserer Burschenschaft umfasst die verschiedensten Fachrichtungen und -semester der Kaiserslauterer Uni und der FH. Als Zentrum unseres Verbindungslebens verfügen wir über ein eigenes, zentral gelegenes Verbindungshaus mit Räumlichkeiten für Weiterbildung (Rhetorik-, Zeitmanagement-, Lerntechnikseminare etc.) und Arbeitsgemeinschaften. Auf unserem Haus befinden sich darüber hinaus zwölf Studentenbuden mit modernem Standard. Unseren Aktiven wird dadurch die Möglichkeit geboten, ihr Studium gemeinsam in einer großen Wohngemeinschaft zu absolvieren. Die günstige Lage zu den beiden Hochschulen bietet eine ideale Anlaufstelle für längere Vorlesungspausen, ruhige Räumlichkeiten ermöglichen die Vor- und Nachbereitung von Lernstoffen. Natürlich lässt sich unser Haus auch zur Freizeitgestaltung vielfältig nutzen.
Unsere Gemeinschaft ermöglicht aber auch unabhängig von diesen Räumlichkeiten abwechslungsreiche Aktivitäten: Wanderungen und Radtouren erschließen die nähere Umgebung. Als sportlichen Ausgleich betreiben wir studentisches Fechten. Betriebsbesichtigungen erlauben uns Einblicke in die industrielle Praxis und schließlich unternehmen wir Fahrten zu befreundeten Burschenschaften von Freiburg bis Lübeck, von Aachen bis Freiberg i. Sachsen.
Die Organisation
Diese Aktivitäten wollen organisiert und durchgeführt sein. Entsprechende Amts- und Aufgabengebiete werden von unseren aktiven Bundesbrüdern gemäß ihren Interessen und ihren zeitlichen Möglichkeiten übernommen und vermitteln dabei über den Verantwortungsbereich hinaus wertvolle Erfahrungen und Einblicke. Die Auseinandersetzung mit anderen Auffassungen und Denkweisen im Privatgespräch und auf Conventen (den regelmäßigen Mitgliederversammlungen) schärfen Auffassungsgabe, Diskussions- und Artikulationsfähigkeit.
Das Zusammensein innerhalb einer festen Gemeinschaft, die Ausübung eines oder mehrerer Ämter oder gar die Besetzung verantwortungsvoller Stellen fördern die Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Mitgliedes und bereiten den angehenden Akademiker auf die vielfältigen überfachlichen Anforderungen einer gehobenen Berufslaufbahn vor.
Die Geldaufwendungen
Die für die Aktiven anfallenden Kosten werden entsprechend den begrenzten finanziellen Möglichkeiten von Studenten niedrig gehalten. Es fallen pro Semester verhältnismäßig geringe Beiträge an, die vor allem symbolischen Charakter haben. Alle weiteren Kosten, die zum Aufrechterhalten des Verbindungslebens aufgebracht werden müssen, übernehmen im Rahmen ihrer Mitgliedsbeiträge die "Alten Herren" der Burschenschaft.
Der zeitliche Aufwand
Nicht nur die anfallenden Kosten sind dem Studium angemessen, sondern auch der zeitliche Aufwand. Dies ist umso wichtiger als unser Grundsatz der Wissenschaftlichkeit von jedem unserer Aktiven vollen Einsatz im Studium und einen Abschluss möglichst innerhalb der Regelstudienzeit verlangt. Um dies zu erreichen, nehmen sich zum einen ältere Semester der Schwächen und Probleme der jüngeren an und helfen so gut sie können, zum anderen räumen wir Seminaren, Übungen und Prüfungsvorbereitungen Vorrang vor Veranstaltungen des Bundes ein.Studiengerechte Bundesstrukturen
Der Werdegang innerhalb unserer Burschenschaft wird den Studienanforderungen gerecht: Zu Beginn zwei Fuxensemester, in denen unser junger Bundesbruder sich in seine neue Lebenssituation an der Hochschule einleben und das Bundesleben unserer Burschenschaft intensiv kennen lernen kann. Anschließend die Aktivenzeit, in der die zunehmende Übernahme von Verantwortung für unseren Bund im Mittelpunkt steht. Schließlich die Inaktivenzeit, die zum Ende des Studiums ein Höchstmaß an Ruhe und Konzentration auf den wichtigsten Teil des Studiums bietet, die Vorbereitung auf den erfolgreichen Studienabschluss.
Wer kann Mitglied werden?
Abgesehen von der Bereitschaft, ein ernsthaftes Studium betreiben zu wollen, gibt es natürlich noch weitere Aufnahmekriterien:
- Der Bewerber muss männlicher Student der Universität Kaiserslautern bzw. der Fachhochschule Kaiserslautern sein.
- Er darf keiner anderen Studentenverbindung angehören.
- Die deutsche Staatsbürgerschaft ist für die Mitgliedschaft in der Burschenschaft Markomannia keine Bedingung. Da sich Burschenschaften allerdings als "Lebensbund" verstehen, sollte ein nicht-deutscher Student auch in späteren Jahren die Absicht haben, an unseren Veranstaltungen teilzunehmen.
- Wir gehen davon aus, dass der Bewerber sich in den ersten Studiensemestern befindet. Studenten höherer Semester akzeptieren wir nur, wenn gewährleistet ist, dass sie willens und in der Lage sind, nach ihrer Fuxenzeit mindestens vier Aktivensemester zu absolvieren.
- Die Mitgliedschaft in einer Burschenschaft bedeutet, das Studium in einer Gemeinschaft von Studenten zu absolvieren. Von einem neuen Mitglied erwarten wir, dass es bereit ist, sich in diese Gemeinschaft einzubringen und zu engagieren und regelmäßig an den Veranstaltungen teilzunehmen.
- Der Bewerber muss bereit sein, die Traditionen des farbentragenden Studententums zu bewahren und fortzuführen. Dies beinhaltet auch die Bereitschaft, das traditionelle studentische Fechten zu erlernen und regelmäßig an den Fechtübungsstunden teilzunehmen.
Wie wird man aktiv?
Möchtest Du Dich unserer Burschenschaft anschließen oder diese zumindest etwas näher in Augenschein nehmen, so solltest Du uns zu einer hier angegebenen Veranstaltungen aufsuchen.